Sonntag, 20. Oktober 2013

Dritte Station: Townsville

Hey alle zusammen! 

Seit wir uns von Cairns verabschiedet haben ist nun schon einige Zeit vergangen, da fällt es ja schon schwer, sich überhaupt noch zu erinnern...


Über Gumtree haben wir Shaun (kein Schaf) kennengelernt, der beruflich nach Townsville fahren musste und uns netterweise umsonst in seinem uuuuultrafetten Auto mitgenommen hat. Da wir vorhatten in Townsville für einige Wochen zu bleiben und nach Möglichkeit für Unterkunft in einem Hostel zu arbeiten, hatten wir erstmal zwei Nächte im Civic Guest Hostel gebucht. Dort hatte man uns gesagt, würde in nächster Zeit vermutlich was frei werden. Eigentlich war das Hostel auch ganz nett, aber irgendwie zu spießig und vor lauter Regeln kamen wir uns gleich wieder kriminell vor. Außerdem hätten wir auf unseren Job mindestens drei Wochen warten müssen... Deshalb liefen wir lieber eine Runde durch die Stadt und haben uns bei einigen anderen Hostels umgesehen. 

Townsville Beach

So fanden wir unser neues zu Hause für die nächsten vier Wochen, das Reeflodge Backpackers. Dean, der Besitzer (auch bekannt als Mr. Grumpy, aber sonst nett :D) war total unkompliziert und hat uns gleich für den nächsten Morgen um 10 Uhr angestellt. Hier gefiel es uns auf Anhieb viel besser. Das Hostel ähnelt ein bisschen dem von Cairns, hat viele kleine Ecken und die Leute sind alle entspannt.

Rockpool
 Unsere Jobs bestehen darin, dass Carina morgens und abends die Küche putzt und Anne immer das macht, was gerade anfällt, wie Fenster putzen oder Mauern bauen. Insgesamt arbeiten wir täglich so zwischen 1,5 und 2,5 Stunden. Ein weiterer WICHTIGER Teil unseres Jobs (zumindest für Dean) ist das Posten bei Facebook. Wir sind jetzt Admins der Reeflodgeseite und müssen dafür sorgen, dass alle Liker reichlich vollgespamt werden. Eines Tages vergaßen wir mal rechtzeitig genug zu posten, sodass sogar schon der Rausschmiss drohte. Zum Glück machen wir uns sonst aber 1A, sodass Dean nochmal ein Auge zudrücken konnte. Als Gegenleitung bekommen wir unser Zweizimmer mit Fernseher und Kühlschrank, Internet und Wäsche. Oh und das beste, wir können den DVD-Verleih mit mindestens 1500 DVD's umsonst nutzen. Hätte Dean geahnt, was er sich da für Reichtümer entgehen lässt, hätte er sich das vielleicht noch ein zweites Mal überlegt...

The Strand Sunset Cinema
Townsville als Stadt gefällt uns auch sehr gut. Anfänglich waren wir etwas skeptisch, da wir von mehreren Leuten aus Cairns vor "Brownsville" gewarnt worden waren, doch wo die waren wissen wir auch nicht. Denn im Gegensatz zu Cairns ist Townsville nicht so touristisch und es hat einen langen Strand. Unser Hostel liegt davon nur 3 Minuten entfernt. Die ganzen Clubs liegen ebenfalls nur eine Straßenecke weiter. Dadurch ist es abends zwar nicht unbedingt leise, aber so haben wir abends aufm Balkon beim Sonnenuntergang immer Livemusik. (Nur Mittwochs ist Karaokenight, das ist manchmal schon etwas hart...)

HQ Reef Aquarium
In unseren inzwischen vier Wochen hier, haben wir neben reichlich Entspannen und Arbeiten natürlich auch ein paar Dinge unternommen. Das HQ Aquarium liegt direkt um die Ecke. Dort haben wir ein paar Fische samt Nemo bewundert und das Turtle Hospital ausgecheckt.

Außerdem hat uns Nick, mit dem wir in Cairns zusammen gearbeitet haben, besucht. Der reist jetzt zusammen mit Franz in einem Campervan die Küste runter und die beiden haben hier ne Nacht gecampt.



Castle Hill
Das "The Strand Sunset Cinema" ist auch erwähnenswert. Dort wurden an zwei Tagen abends auf einer riesigen Leinwand Kinofilme gezeigt. Der Eintritt war umsonst und es gab außerdem Freipopcorn für alle. Insgesamt waren so 1000 Leute zusammen auf der Wiese und die Stimmung war echt entspannt. Das war dann auch unser Kinoersatz, denn wir hatten uns eigentlich geschworen, dass wir ins Kino gehen, sobald es das erste Mal regnet. Der Regen hat dann aber doch ziemlich auf sich warten lassen und Freiluftkino ist schließlich was Besonderes.

Vorgestern haben wir es auch endlich mal geschafft, den Castle Hill zu besteigen. Das dauert zwar nur so ne dreiviertel Stunde, aber von oben hat man einen guten Ausblick über Townsville.

Blick ueber Townsville vom Castle Hill
Oh und ein weiterer Punkt auf unser unbedingt-to-do-Liste ist erfüllt. Wir haben uns beide Longboards gekauft und sind jetzt nicht nur ultracool, sondern auch mega schnell unterwegs.

Samstag gibts hier im Hostel immer Pancakes vom Grill. Die macht Dean und es sind circa die besten Pancakes ever! Wir haben zwar nicht den Rekord von 21 Stück gebrochen, waren aber gaaaaaanz kurz davor!

Jetzt heißt es für uns nach viereinhalb Wochen auch schon bald Abschied nehmen, denn am Mittwoch reisen wir weiter nach Magnetic Island. Das ist eine mittelgroße Insel, direkt vor Townsville. Da wir die inzwischen lange genug angeguckt haben, müssen wir sie nun auch mal erkunden. 





Wie es danach weitergeht, erfahrt ihr später!

Bis dahin liebste Grüße,

xoxo Anne und Carina

Donnerstag, 3. Oktober 2013

Zweite Station: Cairns

Hallo Australien!

Nachdem unsere Tage in Hong Kong vorüber waren hieß es endlich "Auf nach Australien". Unser Flug ging am Sonntagabend, also alles ganz entspannt. Am Flughafen stellten wir dann erstmal etwas irritiert fest, dass wir noch über Brisbane fliegen würden...
 
 
Mit ein bisschen mehr Schlaf als letztes Mal und einigen Folgen Sex and the City plus weitere hart umkämpfte Partien Schiffe versenken, ging der Flug diesmal sogar recht schnell rum. In Brisbane mussten wir bloß ein paar Drogenkontrollen, Nacktscanner, und Spürhunde erdulden, bis es weiter nach Cairns ging.


Blick aus unserem Zimmer
Von Hong Kong aus hatten wir versucht, ein Hostel zum Arbeiten, ausfindig zu machen, was aber leider nicht geklappt hatte. Deshalb wollten wir uns einfach erstmal eine Woche vor Ort umschauen und hatten dafür im Caravella Backpackers eingecheckt. Es stellte sich aber heraus, dass wir da genau die richtige Wahl getroffen hatten. Denn erstens wurden wir umsonst vom Flughafen abgeholt, zweitens lag das Caravella Backpacker Hostel direkt am "Strand" (dazu später mehr) und drittens gefiel es uns dort einfach von Anfang an super! Die Leute waren nett und bunt gemischt, es war sauber aber nicht spießig, ein Pool war vorhanden und die Stimmung durchweg entspannt. Abends saß man stets zusammen und durch die zwei großen Tische fand man immer neue Gesprächspartner.
 
the Lagune
 
In unserem Zimmer gab es sechs Betten und während unserer Tage dort kamen und gingen diverse Nationen ein und aus: England, Irland, ich glaub Thailand (die war so schnell wieder weg...), Niederlande, Italien und China. Andere Deutsche waren nie dabei, obwohl davon einige hier rumlaufen.
 
 
 
 
 
An unserem ersten Morgen wurden wir noch völlig verpennt von einer Durchsage, dass einige Jobs zu vergeben wären, geweckt. Gefühlt sprangen wir auf und waren in einigen Sekunden unten, aber komischer Weise waren ein Haufen anderer schneller... Aus dieser Niederlange lernten wir natürlich und waren bei der nächsten Durchsage einige Tage später dann sofort zur Stelle, weshalb wir unseren ersten Job ergatterten.
 
 
Unsere Aufgabe bestand darin, einer netten Familie mit drei Mädels an zwei Tagen beim Umzug zu helfen. Also putzen und aufräumen. Dadurch dass die Familie sehr nett war und wir mittags auch zu McDonald's ausgeführt wurden, war es sogar ganz angenehm. Bezahlt wurden wir neben ner Flasche Baileys und ner Flasche Whiskey in Form von einem Actionprogramm, denn die Familie leitet so einen Betrieb. Am Montag ging es also Jetski fahren und Paragleiten und am Dienstag Tubebumping und ein Jetskiausflug um ein paar Krokodile aufzuspüren! Beide Tage haben echt Spaß gebracht und es sind einigewitzige Fotos entstanden.
  
Später in der Woche beschlossen wir spontan, dass wir mal einen Ausflug nach Cape Tribulation (etwas nördlicher) machen sollten, um dort die wunderschönen Strände und den Regenwald zu besichtigen. Da organisierte Touren sauteuer sind, haben wir uns mit einer Deutschen und zwei Finninnen für einen Tag ein Auto gemietet und sind selbst hochgefahren. So konnten wir auch nen Abstecher nach Port Doughlas und diverse Fotostops einlegen.
Ansonsten haben wir in Cairns viel entspannt und das Backpackerleben mit den üblichen Aktivitäten genossen. Die Stadt hat eine echt schöne Promenade, nur leider keinen Strand! Es gibt zwar ein öffentliches und kostenfreies Schwimmbad mit Liegewiese, was wirklich nett ist, aber so ganz ohne wahren Strand wollten wir es dann eher nicht länger aushalten müssen, weshalb wir uns entschieden haben, nach Townsville weiterzuziehen, wo wir uns inzwischen gut eingelebt haben.
 
Davon demnächst mehr!

 
Grüße und Küsse,
Anne und Carina
 

 

 










Freitag, 20. September 2013

Erste Station: Hong Kong


Soooo ihr Lieben! 


Am 3. September ging’s endlich los. Um zwei Uhr ging unser Flieger mit Cathay Pacific nach Hong Kong. Der Flug dauerte 10,5 Stunden. Leider saßen wir mitten in der Mitte und hatten beide zwei dauerschlafende und definitiv kungfubeherrschende Chinesen neben uns, weshalb wir unsere Klogänge auf ein absolutes Minimum begrenzen mussten. Dank der recht großen Filmauswahl sowie einigen heftigen Partien Schiffe versenken, gingen die Stunden dann aber doch recht schnell vorbei.



In Hong Kong angekommen mussten wir mit dem Bus zu unserem Hotel fahren, das recht zentral in Tsim Sha Tsui lag. Da keiner von uns wirklich geschlafen hatte, machte sich der Jetleg doch bemerkbar und wir schliefen erstmal die ein oder andere Stunde…

 


Am Nachmittag konnten wir uns wieder aufraffen und sind ein bisschen durch die Gegend spaziert, haben dem Space Museum einen Besuch abgestattet und uns abends dann die berühmt berüchtigte Lasershow angesehen.


Während der nächsten Tage haben wir die Stadt mit fast allen Sehenswürdigkeiten und Shoppingmöglichkeiten abgelaufen. Dabei sind uns die Öffnungszeiten doch sehr entgegen gekommen, vor 10 Uhr macht eigentlich nichts auf, dafür kann man bis Mitternacht shoppen gehen. Generell hatte man das Gefühl, die Stadt erwache erst nachts so richtig zum Leben. Die Straßen sind dann voll mit Leuten und überall blinkt und glitzert es, sodass wir das ein oder andere Mal tatsächlich etwas die Orientierung verloren haben…

Einen besonders schönen Blick auf die Stadt hatten wir vom Piek aus, einem Berg auf Hong Kong Island, wo wir mit der Star Ferry hinfahren mussten. Ebenfalls einen Besuch wert, ist der Nachtmarkt in Kow Loon und der Hong Kong Park mit Schwimmbad.

Sich zwischen den vielen kleinen Essensläden zu entscheiden war jeden Tag aufs neue eine Herausforderung, Mc Donalds hat uns da netterweise ein paar mal geholfen und war mit 5 Euro für zwei komplette Mc-Menüs doch unschlagbar billig. Das absolute Highlight waren allerdings unsere Hello-Kitty-2-Minuten-Nudeln, mit kleinen Hello-Kitties aus sonst was bestehend darin.



Zwei weitere Dinge sind uns noch aufgefallen. Erstens hat es zumindest die ersten zwei Tage dauerhaft geregnet, nur seltsamerweise immer morgens und abends für ungefähr zwei Stunden aufgehört. Für die Chinesen ist das aber auch quasi egal, denn ob die Sonne scheint oder es regnet, der Schirm ist immer aufgeklappt. Wir waren in Hong Kong sowieso gefühlt die einzigen Nichtasiaten, und an Kassen hatten wir häufiger das Gefühl dass man uns lieber nicht bedienen wollte, und stattdessen lieber Asiaten vorgewunken hat…Ach und das zweite Witzige sind die Schlangen, die die Menschen hier bilden wenn sie auf den Bus warten. Damit auch ja jeder in der richtigen Reihenfolge drankommt. So kommt es schon vor das plötzlich ne 50 m lange Schlange an der Straße steht und man sich wundert, worauf die überhaupt warten…

 

Inzwischen sind wir auch schon ganz wo anders gelandet, aber davon später mehr.

XOXO 


Anne und Carina



Montag, 2. September 2013

Morgen gehts los! :)